LGA 1155

Vorwort

In diesem Tutorial beschäftigen wir uns mit dem übertakten von Socket LGA 1155 CPUs. Momentan gibt es für diesen Sockel nur CPUs mit dem Code Namen Sandy-Bridge zu erwerben. Es sei jedoch schonmal vorweg genommen, dass nur CPUs mit einem k nach der Ziffer, als Beispiel i7 2600k, sich wirklich übertakten lassen. Warum dies so ist, erfahrt ihr später in diesem Tutorial.

Üblicherweise verfügen auch die LGA 1155 CPUs über eine maximal für den dauerhaften Betrieb ausgelegte Temperatur, welche sich auf der Intel Homepage nachlesen lässt. Des weiteren soll man für jegliche Übertaktungsversuche immer auf Temperaturen des Systems achten. Wichtig für uns in diesem Tutorial ist vorallem die CPU Temperatur. Diese lässt sich relativ einfach mit Tools wie CoreTemp auslesen. Desweiteren sollte für gutes overclocking-Potential eine bessere Kühlung als der beigelegt Boxed Kühler vorhanden sein. Dieser reicht zwar für erste kleine Versuche, jedoch geht ihm schnell die Puste aus. Kühler in Richtung des Mugen 3 sind empfehlenswert.

Referenztakt OC faktisch (so gut wie) nicht möglich

Einige von euch werden es sicherlich schonmal gelesen haben, dass es bei Sockel LGA 1155 mehr oder weniger garnicht möglich ist, über den Referenztakt zu übertakten. Ein blick auf Hwbot zeig auch schnell, dass es den professionellen Ocern nicht wirklich gelingt, den Takt weit zu treiben. Das Problem, welches sich hier ergibt, ist nicht der Taktgeber welcher nun wieder in der CPU sitz, sondern, dass der PCIe Takt 1:1 an dem Referenztakt gekoppelt ist. Sprich jede Erhöhung des Referenztaktes lässt auch den Takt der PCIe Schnittstelle mit nach oben steigen. Da dieser jedoch relativ schnell das Ende erreichtsitzt hier der limitierende Faktor. Zudem kann es an Schäden der Grafikkarte kommen, da diese über diese Schnittstelle mit dem restlichen System kommuniziert.
aus diesen genannten Gründen werden wir uns in diesem Tutorial nicht mit dem Übertakten über den Referenztakt beschäftigen, weswegen auch die Systemübersicht wegfällt. Wer jedoch gerne doch sich damit beschäftigen möchte, kann sich gerne am Ende des Tutorials mit einem Kommentar melden.

Multiplikator

Im vorherigen Abschnitt wurde ja bereits erläutert, warum ein übertakten über den Referenztakt quasi unmöglich ist. Nun bleibt also keine andere Wahl, als dies über den Multiplikator zu machen. Jedoch geht dies auch längst nicht bei jeder CPU. Bei welcher CPU dies möglich ist, erkennt man, wenn sich ein k nach der Modellziffer (i7 2600k, etc.) befindet. Nun ist eine k CPU nicht das einzige was wir benötigen. Zudem muss ein Board vorhanden sein, welches einen Chipsatz aus der P- oder Z-Reihe besitzt. Alles passt und die Vorraussetzungen sind erfüllt? Dann benötigen wir nurnoch 3 Tools: CoreTemp, Prime95/LinX und CPUz.

Und los gehts!

Ersteinmal beginnen wir mit einer Grafik, welche das Multi-ocen gut beschreibt:

Im Grunde beschreibt die Grafik ganz gut, wie man vorgehen soll. Jedoch machen wir ein paar kleine Änderungen in diesem System. Alle Änderungen, welche wir vornehmen werden im BIOS getätigt.
Zu Anfang sollte man sich die Standart Werte von Vcore und Multi merken. Dies geht ganz einfach mit CPUz.
Sind diese Informationen vorhanden so gehts los.
Starte deinen Computer und erhöhe im BIOS den Multi um eine Stufe. Lasse die Vcore unberührt. Versuche nun in Windows zu booten. Ist dies erfolgreich, so kannst du zurück ins BIOS und den Multi wiederrum um eine Stufe erhöhen.
Sollte es nun nicht mehr mehr möglich sein, Windows zu starten, musst du die Vcore erhöhen. Liegt diese unterhalb von 1.55V und die Teperatur der CPU ist in Ordnung, so erhöhe diese um den minimalen Wert.
Liegt die Vcore nun bei 1.55V, gehe zum letzten stabilen Setting zurück und teste dieses in Windows mit Prime95/Linx. Wichtig ist, dass hier die Temperatur auf jedenfall innerhalb der von Intel vorgegeben Norm liegt.
Passt alles, so sind wir auch schon fertig. Zu beachten gilt hier jedoch noch, dass der maximale mögliche Multiplikator bei einem Wert von 57 liegt. Dies würde schlussendlich einen Gesamttakt von 5.7GHz pro Kern ermöglichen.

Abschließend noch ein Hinweis:

Das Übertakten von PC-Komponenten ist ein Betreiben außerhalb der Spezifikationen des Herstellers. Es kann eure Hardware irreparabel beschädigen. Wir übernehmen keine Haftung für jegliche Schäden, die an euren Teilen entstehen. Ihr verliert die Herstellergarantie! Weiterhin erzeugt übertaktete Hardware eine deutlich erhöhte Wärmeabgabe und setzt daher eine ausreichende Kühlung zwingend vorraus.

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