K7

 

  1. Generelle Hinweise
  2. Die Wege des Übertaktens in der Übersicht
    1. Multiplikator
    2. FSB
  3. Software
  4. Abschluss

1. Generelle Hinweise

Für Neulinge bitte zuerst lesen!

Die K7 Reihe von AMD ist problematisch, wenn es um den Bereich Temperatur geht. Diese CPUs besitzen allesamt keinen Temperatur-Sensor, was ein Auslesen der Kern-Temperatur unmöglich macht. Demzufolge verfügen die CPUs selber auch über keinen eigenen Hitzeschutz, sodass diese durchbrennen, sollte mal die Kühlung ausfallen. Desweiteren ist die an sich schon erstaunlich hohe Wärmeentwicklung im Idle ein relativ großes Problem. Hier ist eine ausreichende Kühlung wirklich von nöten. Wichtig ist auch den perfekten Sitz, sowie das tatsächliche Funktionieren des Lüfter zu überprüfen. Ohne dies sind Hardwareschäden nicht auszuschließen.

Auch ist es hilfreich, auf Stift und Papier alles mitzuschreiben was man macht und was man verändert. Wenn der PC nach 1h OC garnicht mehr startet, ist es hilfreich, die letzten Einstellungen zu kennen und nicht alles wieder 3 mal ausloten zu müssen.

2. Die Wege des Übertaktens in der Übersicht

Als erstes klären wir einmal, wie wir den Aufbau eines K7 Systems zu verstehen haben, anhand eines nForce 2 Borads.

Für den dauerhaften Betrieb empfiehlt sich nicht nur ein maximaler CPU Takt, sondern das System insgesamt zu beschleunigen. Dazu muss man aber genau wissen, welcher Takt in welchem Einfluss steht.

Arbeiten wir uns einmal von oben noch unten durch. Beginnen wir bei der CPU. Der CPU Takt setzt sich aus dem CPU-Multiplikator und dem FSB zusammen, sprich: Multi x FSB = CPU-Takt

Widmen wir uns dem RAM. Hier gibt es anstatt einen Multiplikator einen Teiler. Im Endeffekt aber das gleiche. FSB / RAM-Teiler = Ram-Takt

Der Rated-FSB (systembus) stellt die Verbindung zwischen CPU und Northbridge her. In der Northbridge liegt zudem noch der Speicherkontroller, daher ist spielt der FSB nicht gerade eine geringe Rolle in der Leistung des Systems. Sein Takt entspricht dem doppeltem FSB Takt.

Wenn wir nun weiter nach unten arbeiten, stoßen wir noch auf den AGP- und PCI-Takt. Beide Domänen sind unabhängig voneinander und vom FSB. Bei vielen Boards lassen diese sich Manuell noch übertakten, was aber nur geringfügige änderungen herbeiführen kann.

2.A. über den Multiplikator

Unseres Wissens nach gibt es von AMD selbst aus keine CPUs mit nach oben veränderbarem Multiplikator. Jedoch gibts es die Möglichkeit, dieses zu unlocken, sprich ihn doch veränderbar zu machen. Dahingehend gibt es 2 Möglichkeiten: Die Erste wäre, den Multiplikator via BIOS veränderbar zu machen. Mit dieser Methode bleibt der Multiplikator aber auf maximal 12.5 beschränkt. Wie man unlockt könnt ihr im folgendem lesen:
Barton/T-Bred Kern dazu noch diesen Artikel.

Thunderbird Kern / alle Durons

Sollte das Unlocken nun erfolgreich gewesen sein, habt ihr die Möglichkeit den Multiplikator (sofern nicht selbst auf einen festen Wert gesetzt) zu erhöhen bis maximal 12.5.

Ihr geht nun Schritt für Schritt vor:
Als erstes geht ihr ins BIOS, erhöht den Multiplikator um 0.5. Nun startet ihr den Rechner normal hoch, öffnet CPUz und kontrolliert alle Angaben (FSB/Multi/CPU-Takt). Darauf startet ihr Prime95 und lasst dieses 5 Minuten laufen, damit ihr eine Sicherheit habt, dass das System nicht total instabil ist. Nun beginnt ihr wieder von vorne.

Sollte das System jedoch freezen oder abstürzen (Bluescreen), müsst ihr die Vcore erhöhen, solange ihr das für euch selbst verantworten könnt. Es gibt hier auch keine Sicherheit, welche Temperatur eure CPU hat. Versucht aber eine nötige Erhöhung immer so gering wie möglich zu halten.

2.B. über den FrontSideBus

Um nur mehr als den CPU-Takt zu optimieren, muss man zum FSB greifen. Damit ist einem die Möglichkeit gegeben, den RAM -Takt und den Ratet-FSB-Takt zu erhöhen, welche beide die Performance ebenfalls beeinflussen.

Das Grundprinzip ist wieder das Gleiche wie beim Multiplikator:
Eine kleine Erhöhung (Anfangs vllt 3/4MHz) in Windoows booten, Angaben via CPUz überprüfen und Prime95 5 Minuten laufen lassen.
Bei Bluescreens oder Freezes muss die passende Spannung erhöht werden. Jedoch Vorsicht, der RAM ist in dieser Hinsicht empflindlicher als die CPU. Für den Rated-FSB gibt es keine veränderbare Spannung. Sollte sich das System dennoch nicht stabilisieren lassen und die CPU noch Luft nach oben haben, empfiehlt es sich, den Multiplikator der CPU zu erhöhen und gleichzeitig den FSB minimal zu senken.

3. Software

Wie testet man nun ob das Setup stabil und sicher läuft? Wie wird das übertakten leichter? Dazu gibt es einige Tools, die ich hier kurz vorstellen werde:

Prime 95

Prime95-Download Link (computerbase.de)

Prime95 wurde als Software für die Suche nach Primzahlen entwickelt und wird auch heute noch für diesen Zweck genutzt. Allerdings lässt es sich auch für Stabilitätstests zweckentfremden: Nach dem Download startet ihr die Prime95.exe und klickt auf Options -> Torture Test. Dann wählt ihr Small FFTs und tragt bei Number of torture test threads to run ein, wie viele Threads ihr wollt. Dies hängt von eurer CPU ab, bei AMD-Prozessoren könnt ihr euch hierbei an der Zahl der Kerne orientieren, zB 4 für eine X4-CPU. Bei Intel-Prozessoren mit HT müsst ihr euch an der Zahl der maximalen Threads orientieren. Der Test sollte nun für euer Dauer-Setup mindestens 8h, besser 16h laufen. Sollte einer der Worker Threads anzeigen, das er gestoppt wurde, so ist euer Setup nicht 100% stabil und die CPU „verrechnet“ sich. Ihr solltet also die Taktraten ein wenig reduzieren oder die Spannung der CPU erhöhen.

Memtest86+

Memtest86+ Download (memtest.org)
Ultimate Boot CD incl. Memtest86+ (ultimatebootcd.com)

Memtest86+ wird genutzt um RAM zu testen. Die Benutzung ist dabei einfach: Bootfähige CD oder USB -Stick erstellen, davon booten und Memtest86+ verrichtet seine Arbeit automatisch. Am besten testet man jeden RAM-Riegel einzeln mindestens 4-8h lang, manche Fehler treten erst spät auf.

CoreTemp

CoreTemp Download

Coretemp zeigt zuverlässig die Temperatur eures Prozessors an. Die Verwendung ist denkbar leicht: Coretemp starten und die Temperatur erschein im Tray, Details gibt es nach dem Klick auf das TrayIcon.

4. Abschluss

Wir hoffe dieses Tutorial konnte die Grundlagen des OC’s von AMD K7 CPUs vermitteln und wird euch bei euren persönlichen Versuchen helfen. Über Erfahrungs- und vorallem Erfolgsberichte freuen wir uns natürlich sehr. Jeder, der Gefallen am übertakten gefunden hat kann seine Erfolge gerne auch bei HWBot eintragen und ein paar Pokale abräumen. Über neue Mitglieder für unser Team freuen wir uns immer! Bei jeglichen Fragen ist wie immer das TweakPC-Forum eine gute Anlaufstelle. Speziell sei hier unser Overclocking-Bereich genannt für alle Fragen und Probleme mit dem Übertakten und der HWBot-Bereich für alle die bei uns mitmachen wollen und ihrem PC mal so richtig die Sporen geben wollen.

Abschließend noch ein Hinweis:

Das Übertakten von PC-Komponenten ist ein Betreiben außerhalb der Spezifikationen des Herstellers. Es kann eure Hardware irreparabel beschädigen. Wir übernehmen keine Haftung für jegliche Schäden, die an euren Teilen entstehen. Ihr verliert die Herstellergarantie! Weiterhin erzeugt übertaktete Hardware eine deutlich erhöhte Wärmeabgabe und setzt daher eine ausreichende Kühlung zwingend vorraus.

 

 

2 Antworten auf K7

  1. hoyy sagt:

    Sehr gute Arbeit!

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